1. Grundsatz
Unsere Lieferanten und Geschäftspartner verpflichten sich, in allen
unternehmerischen Aktivitäten ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
gerecht zu werden. Die Lieferanten müssen die Grundsätze aus diesem
Verhaltenskodex erfüllen, indem sie in ihren Unternehmen entsprechende
Mittel bereitstellen und alle auf sie zutreffenden Grundsätze in Richtlinien
und Abläufe einbinden.
2. Kinderarbeit und junge Arbeitnehmer
Wir lehnen Kinderarbeit in unserer Lieferkette ab. Die Lieferanten müssen
jegliche Art von Kinderarbeit in ihren Unternehmen vermeiden.
Mitarbeiter-/rinnen unter dem gesetzlichen Mindestalter werden nicht
beschäftigt.
3. Löhne, Sozialleistungen und Arbeitszeit
Die Lieferanten müssen die jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen zur
Arbeitszeit einhalten. Die Vergütung muss regelmäßig, pünktlich und
vollständig gemäß den geltenden Gesetzen an die Mitarbeiter-/rinnen
gezahlt werden und muss im Einklang mit den anwendbaren nationalen
Gesetzen zur Vergütung stehen. Die Vergütung und die sonstigen
Leistungen sollen den Mitarbeiter-/rinnen und ihren Familien einen
angemessenen Lebensstandard ermöglichen.
4. Zwangsarbeit
Unsere Lieferanten beteiligen sich an keiner Form von Menschenhandel
und Zwangsarbeit.
5. Vereinigungsfreiheit
Bei unseren Lieferanten wird das Recht auf Vereinigungsfreiheit und
Kollektivverhandlungen geschützt.
6. Arbeits- und Gesundheitsschutz
Die Lieferanten halten die nationalen Standards für eine sichere und
hygienische Arbeitsumwelt ein und treffen in diesem Rahmen angemessene Maßnahmen zur Gewährleistung der Gesundheit und der
Sicherheit am Arbeitsplatz, damit gesundheitsgerechte Beschäftigungsbedingungen gewährleistet werden.
7. Diskriminierung und Belästigung
Die Gleichbehandlung aller Mitarbeiter-/rinnen muss ein wesentlicher Grundsatz der Unternehmenspolitik der Lieferanten sein.
Diskriminierendes Verhalten bezieht sich typischerweise bewusst oder unbewusst auf irrelevante personenbezogene Merkmale wie
beispielsweise Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Familienstand, Geschlecht, Geschlechtsausdruck und -identität, genetische Informationen,
nationale Herkunft, körperliche Merkmale, politische Zugehörigkeit, Schwangerschaft, Religion, soziale Herkunft, sexuelle Orientierung,
Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder ein anderes rechtswidriges Kriterium. Die Lieferanten müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter-
/rinnen in keiner Weise belästigt bzw. diskriminiert werden.
8. Korruption, Erpressung und Bestechung
Unsere Lieferanten dulden keinerlei Korruption, Erpressung oder Bestechung. Sie nehmen im Geschäftsverkehr mit Geschäftspartnern oder Amtsträgern
keine Bestechungsgelder oder sonstige ungesetzliche Anreize (z. B. Schmiergelder) an bzw. bieten sie selbst an. Lieferanten dürfen rpm-
Mitarbeiter-/rinnen keine Geschenke oder sonstige Zuwendungen zum persönlichen Vorteil anbieten, die als Bestechung angesehen werden
könnten. Geschenke oder Bewirtungen dürfen grundsätzlich nicht dazu dienen, eine Geschäftsbeziehung in unlauterer Weise zu beeinflussen, und
dürfen nicht gegen geltende Gesetze oder ethische Standards verstoßen.
9. Datenschutz und geistiges Eigentum
Die Lieferanten verpflichten sich, vertrauliche Informationen in angemessener Weise zu nutzen und entsprechend zu schützen. Sie
müssen sicherstellen, dass schützenswerte Daten und die gültigen geistigen Eigentumsrechte der eigenen Mitarbeiter-/rinnen und der
Geschäftspartner gesichert werden. Die Informationssysteme, die vertrauliche Informationen oder Daten von
Kunden und Geschäftspartnern enthalten, werden beim Lieferanten angemessen verwaltet und gegen unbefugten Zugriff und die unbefugte
Nutzung, Offenlegung, Veränderung oder Zerstörung der Daten geschützt. Die Lieferanten erheben nur zu legitimen Geschäftszwecken
personenbezogene Informationen, nutzen sie nur auf legale, transparente und sichere Weise und geben sie ausschließlich an zugriffsberechtigte Personen weiter. Sie schützen die Informationen gemäß den Sicherheitsvorschriften, bewahren sie nur so lange wie nötig auf und
verpflichten Dritte mit Zugriff auf personenbezogene Informationen zu deren Schutz.
10. Finanzielle Verantwortung
Die Lieferanten verpflichten sich, geeignete Pläne zur Erhaltung der
Geschäftskontinuität für die betrieblichen Aktivitäten zu erstellen, die das Geschäft unserer Kunden unterstützen.
11. Finanzielle Verantwortung
Unsere Lieferanten verpflichten sich, umgehend kritische Punkte zu adressieren, die die Qualität der Waren und Dienstleistungen negativ
beeinflussen könnten. Sie gewähren uns das Recht, ihre Nachhaltigkeitsleistung nach vorheriger Ankündigung mit angemessener Frist zu bewerten.
12. Fairer Wettbewerb und Kartellrecht
Die Lieferanten achten auf fairen Wettbewerb und halten sich an die geltenden und anwendbaren Wettbewerbs- und Kartellgesetze. Sie treffen
keine wettbewerbswidrigen Absprachen mit Wettbewerbern, Lieferanten, Kunden oder sonstigen Dritten.
13. Interessenkonflikte
Die Lieferanten müssen rpm über jede Situation informieren, die zu einem Interessenkonflikt führen könnte, z. B. wenn Mitarbeiter-/rinnen von rpm
berufliche, private und/oder erhebliche finanzielle Vorteile genießen oder Beteiligungen an einem Unternehmen des Lieferanten haben.
14. Plagiate
Die Lieferanten verpflichten sich, alle notwendigen und angemessenen Maßnahmen in ihrem Verantwortungsbereich einzuführen, damit weder
Kunden-Produkte noch ihre bearbeitbaren Komponenten oder Rohstoffe noch das entsprechende Know-how in die Hände von Fälschern,
Schmugglern, Dieben oder anderen unbefugten Dritten gelangen oder die legitime Lieferkette verlassen.
15. Geistiges Eigentum
Die Lieferanten müssen vertrauliche Informationen in angemessener Weise
nutzen und entsprechend schützen. Lieferanten müssen sicherstellen, dass schützenswerte Daten und die gültigen geistigen Eigentumsrechte der
eigenen Mitarbeiter-/rinnen und der Geschäftspartner gesichert werden.
16. Ausfuhrkontrollen und Wirtschaftssanktionen
Die Lieferanten verpflichten sich, die für ihr Geschäft geltenden Ausfuhrkontrollbestimmungen und geltende Wirtschaftssanktionen
einzuhalten und den Zoll- und anderen Behörden bei Bedarf korrekte und wahrheitsgemäße Informationen darüber zukommen lassen.
17. Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen
Die Lieferanten fördern daher für ihre Mitarbeiter-/rinnen Mitteilungswege und richten diese ein, so dass sie Beschwerden einreichen oder über
mögliches unrechtmäßiges Verhalten berichten können, ohne Repressionen, Einschüchterung oder Schikanen befürchten zu müssen.
Jede Mitteilung wird dabei vertraulich behandelt. Sie ermutigen Ihre Mitarbeiter-/rinnen laufend, Fehlverhalten bezüglich des Verhaltenscodex zu melden.
18. Abfallvermeidung
Die Lieferanten müssen die Sicherheit und die Einhaltung der Vorschriften bei der Handhabung, der Lagerung, dem Transport, der Entsorgung, dem
Recycling und der Wiederverwertung von Abfällen, Abgasen und Abwässern gewährleisten. Tätigkeiten, die negative Auswirkungen auf die
Gesundheit von Menschen oder auf die Umwelt haben können, müssen in angemessener Weise gehandhabt, gemessen und kontrolliert werden.
Die Freisetzung von gefährlichen Substanzen muss minimiert werden.
19. Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen
Die Lieferanten müssen natürliche Ressourcen (z. B. Wasser, Energiequellen, Rohstoffe) sparsam verwenden und diese bewahren. Um
erneuerbare natürliche Ressourcen zu bewahren, sollen Lieferanten die Anwendung allgemein anerkannter Nachhaltigkeitsstandards und -
zertifizierungen unterstützen. Negative Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima, die von den Lieferanten selbst oder innerhalb ihrer Lieferkette
verursacht werden, müssen am Entstehungsort minimiert besser vermieden werden.
Ihre Praktiken sollen den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft entsprechen, wie etwa Materialreduzierung und –substitution
sowie Rückgabe, gemeinschaftliche Nutzung, Instandhaltung, Wiederverwendung, Wiedervermarktung, Wiederaufarbeitung,
Überarbeitung und Recycling gehören. Die Lieferanten sollen sich für die Entwicklung und den Einsatz umwelt- und klimafreundlicher Produkte, Verfahren und Technologien engagieren. Die Lieferanten verpflichten sich zur Minimierung des Ausstoßes von Treibhausgasen.
20. Verantwortungsbewusstes Chemikalienmanagement
Die Lieferanten müssen sicherstellen, dass keine Produkte geliefert werden, die Metalle enthalten, deren Ausgangsmineralien bzw.
Derivate aus einer Konfliktregion stammen, wo sie direkt oder indirekt zur Finanzierung oder Unterstützung bewaffneter Gruppierungen beitragen
oder Menschenrechtsverletzungen verursachen oder begünstigen.
Die Nachhaltigkeitsanforderungen für Lieferanten können Sie sich hier downloaden.
Helmstedt, den 10.06.2019
Dr. Klaus Kreutzburg
Kaufmännischer Geschäftsführer rpm GmbH